Sie brauchen eine Website für Ihr Unternehmen. Wahrscheinlich haben Sie schon drei sehr unterschiedliche Empfehlungen gehört: „Nehmen Sie einfach Wix, das ist ganz leicht“, „Beauftragen Sie einen Freiberufler, der macht das ordentlich“ oder „Lassen Sie einen Service alles für Sie erledigen.“ Jeder dieser Wege führt zu einer wirklich unterschiedlichen Erfahrung — unterschiedliche Anfangskosten, unterschiedlicher Zeitaufwand und sehr unterschiedliche Konsequenzen, wenn Samstagabend um 21 Uhr etwas nicht mehr funktioniert.
Dieser Ratgeber vergleicht die drei Optionen fair. Jede hat echte Stärken. Die richtige Antwort hängt weniger davon ab, was abstrakt „am besten“ ist, sondern davon, was Ihnen tatsächlich wichtig ist: Ihre Zeit, Ihr Budget und wie viel Sie sich in sechs Monaten noch damit beschäftigen möchten.
Die Kriterien, die für ein kleines Unternehmen wirklich zählen
Bevor wir die Optionen vergleichen, lohnt sich ein ehrlicher Blick darauf, was Sie eigentlich kaufen. Für die meisten lokalen und kleinen Unternehmen muss eine Website vier Dinge leisten: bei Google gefunden werden, vertrauenswürdig wirken, klar sagen, was Sie tun und wie man Sie erreicht, und ohne tägliche Aufmerksamkeit weiterlaufen. Alles darüber hinaus ist ein Bonus.
Mit diesem Anspruch im Hinterkopf sind das die Kriterien, die zählen:
- Tatsächliche Gesamtkosten — nicht nur der Listenpreis, sondern Hosting, Domain, Plugins und Ihre eigene Zeit ehrlich bewertet.
- Zeit bis zum Livegang — die Stunden, die Sie persönlich investieren, bevor die Seite online geht.
- Laufende Wartung — wer kümmert sich um Updates, Sicherheits-Patches und die Momente, in denen „das Kontaktformular geht nicht mehr“.
- Was passiert, wenn etwas kaputtgeht — wen rufen Sie an, wie lange dauert es und kostet das extra?
- Eigentum und Flexibilität — können Sie Ihre Website später anderswohin mitnehmen?
Option 1: DIY-Website-Baukästen (Wix, Squarespace, GoDaddy)
Das sind die Plattformen, die „eine Website an einem Nachmittag“ versprechen. Für bestimmte Menschen stimmt das wirklich. Für alle anderen wird aus dem Nachmittag ein Wochenende und dann ein Monat halbfertiger Entwürfe.
- Pro — volle Kontrolle: Sie entscheiden über jede Farbe, jedes Wort und jedes Bild, ohne auf jemanden warten zu müssen.
- Pro — angemessener Einstiegspreis: die meisten Tarife liegen zwischen 16 und 30 US-Dollar pro Monat, und die Editoren sind wirklich gut geworden.
- Pro — kein Anbieterrisiko: Sie haben es mit einem großen, stabilen Unternehmen zu tun, das so schnell nicht verschwindet.
- Pro — moderne Vorlagen: der Startpunkt ist deutlich besser als noch vor fünf Jahren.
- Contra — der Zeitaufwand ist real: selbst „einfache“ Baukästen brauchen 20 bis 60 Stunden, bis eine Website entsteht, für die Sie sich nicht schämen. Diese Zeit fehlt Ihnen bei Ihren Kunden.
- Contra — die laufende Wartung liegt bei Ihnen: defekte Formulare, Bildaktualisierungen, SEO-Feinschliff, neue Öffnungszeiten an Feiertagen — Sie sind der Helpdesk.
- Contra — die Kosten wachsen schleichend: der Basistarif deckt selten alles ab. Domain, Premium-Vorlagen, E-Commerce, E-Mail dazu — und Sie landen schnell bei 400 bis 600 US-Dollar pro Jahr.
- Contra — der Support ist generisch: Sie chatten mit jemandem, der Ihr Unternehmen nie gesehen hat und ein Skript abarbeitet.
Option 2: Freiberuflicher Webdesigner (einmaliger Auftrag)
Einen Freiberufler zu beauftragen, ist die klassische Antwort — und das aus gutem Grund. Ein talentierter Designer schafft etwas Besseres als eine Vorlage, zugeschnitten auf Ihr Unternehmen, und hört Ihnen wirklich zu.
- Pro — echte Maßarbeit: ein guter Freiberufler nimmt sich Zeit, Ihr Unternehmen zu verstehen, und baut etwas, das es widerspiegelt.
- Pro — eine echte menschliche Beziehung: Sie können eine Person anrufen oder anschreiben und bekommen eine Antwort — zumindest während des Projekts.
- Pro — Sie besitzen alles: Code, Design, Hosting-Entscheidungen — alles gehört Ihnen und kann bleiben oder umgezogen werden.
- Pro — lokale Expertise: ein Freiberufler aus Ihrer Stadt versteht Ihren Markt womöglich besser als jede Plattform es je könnte.
- Contra — die Anfangskosten sind hoch: ein kompetenter Freiberufler verlangt für eine kleine Unternehmenswebsite typischerweise 1.500 bis 6.000 US-Dollar. Billiger heißt meist schlechter.
- Contra — die Beziehung endet oft mit dem Livegang: sobald die Rechnung bezahlt ist, werden Reaktionszeiten länger. Sechs Monate später können kleine Änderungen wochenlang in der Warteschlange hängen.
- Contra — Hosting und Wartung werden zu Ihrem Problem: ohne Wartungsvertrag (meist 75 bis 200 US-Dollar pro Monat zusätzlich) sind Sie nach dem Livegang wieder bei DIY.
- Contra — die Qualität schwankt enorm: zwischen einem großartigen und einem mittelmäßigen Freiberufler liegen Welten, und das erkennt man oft erst, wenn es zu spät ist.
Option 3: Rundum-sorglos-Service (das BBH-Modell)
Rundum-sorglos-Services übernehmen Erstellung, Hosting und laufende Wartung zu einem festen Preis. Build Beyond Hightech ist ein Beispiel dafür: die Erstellung selbst ist kostenlos (KI-gestützt, dann von einem menschlichen Team geprüft und angepasst), und Hosting plus Domain plus laufende Wartung kosten 129 US-Dollar pro Jahr.
- Pro — kaum Zeitaufwand: Sie beantworten einen kurzen Fragebogen, prüfen einen Entwurf und geben ihn frei. Der Gesamtaufwand liegt meist unter zwei Stunden.
- Pro — planbare Komplettpreise: eine einzige Zahl deckt Hosting, Domain, Updates und kleine Änderungen ab — keine überraschenden Rechnungen.
- Pro — ein menschliches Team, wenn etwas kaputtgeht: das Formular streikt, Sie schreiben dem Team eine E-Mail oder Nachricht, und es wird behoben. Sie sind nicht der Helpdesk.
- Pro — laufende Anpassungen inklusive: neue Öffnungszeiten, eine neue Leistung, ein anderes Foto — das gehört zum Service, nicht zu einem Support-Ticket mit Stundensatz.
- Contra — weniger individuell als bei einem Spitzen-Freiberufler: ein Maßanzug für 5.000 US-Dollar von einem großartigen Designer wird sich einzigartiger nach „Ihnen“ anfühlen als eine Rundum-sorglos-Website.
- Contra — Sie sind an den Anbieter gebunden: verschwindet der Service, ist der Umzug aufwendiger, als wenn Sie Ihre Seite selbst besitzen. Klären Sie Export- und Eigentumsbedingungen vor Vertragsabschluss.
- Contra — weniger geeignet für komplexe Anforderungen: wenn Sie eine Buchungsplattform, einen großen Online-Shop oder eine Mitgliederseite betreiben, wird ein für einfache Unternehmensseiten gedachter Rundum-sorglos-Tarif eng.
- Contra — Sie vertrauen dem Geschmack des Teams: wenn Sie zu jedem Pixel eine feste Meinung haben, könnte ein Service-Modell Sie frustrieren.
Welche Option passt zu Ihnen?
Es gibt keinen universellen Sieger. Es gibt aber eine klare Zuordnung zwischen jeder Option und einer bestimmten Situation.
Wählen Sie einen DIY-Website-Baukasten, wenn Sie den Design-Teil wirklich mögen, echte freie Zeit haben und maximale Kontrolle über jedes Detail wollen. Einzelkreative, Hobbyisten, die eine Leidenschaft zum Nebengeschäft machen, und Menschen, die verstehen möchten, wie das Web funktioniert, sind hier gut aufgehoben.
Wählen Sie einen freiberuflichen Webdesigner, wenn Ihr Unternehmen eine unverwechselbare Marke hat, Sie 2.000 bis 6.000 US-Dollar im Voraus investieren können und eine Website brauchen, die sich von Vorlagen abhebt. Restaurants mit ausgeprägter Identität, Boutique-Dienstleister und Unternehmen, deren Website ein zentrales Verkaufsinstrument ist, rechtfertigen die Kosten oft.
Wählen Sie einen Rundum-sorglos-Service, wenn Sie ein echtes Unternehmen führen, Ihre Zeit Ihnen mehr als 30 US-Dollar pro Stunde wert ist und Sie eine professionelle Website möchten, ohne selbst zum Webmaster zu werden. Lokale Dienstleistungsbetriebe — Installateure, Zahnärzte, Friseure, Handwerksbetriebe, kleine Praxen, Handwerker, Familienbetriebe — sind genau die Zielgruppe, für die dieses Modell gemacht wurde. BBH passt hier besonders gut, weil die Erstellung kostenlos ist, die 129 US-Dollar pro Jahr alles Laufende abdecken und ein menschliches Team die Teile übernimmt, die kaputtgehen.
Das ehrliche Fazit
Jeder dieser drei Wege kann eine gute Website hervorbringen. Der Unterschied liegt darin, was Sie in den nächsten drei Jahren an Zeit, Geld und Aufmerksamkeit kosten — nicht nur im ersten Monat. Kleine Unternehmen bereuen selten die Option, die ihnen den meisten laufenden Aufwand vom Tisch genommen hat. Welchen Weg Sie auch wählen: Stellen Sie vorab harte Fragen zu Wartung, Reaktionszeiten, Eigentum und dazu, was am Tag passiert, wenn etwas kaputtgeht. Diese Antwort zählt mehr als jede Vorlage.