Wenn Sie einen lokalen Dienstleistungsbetrieb führen (Sanitär, Reinigung, Heizung und Klima, Garten- und Landschaftsbau, Malerei, Hausmeisterservice), haben Sie sich vermutlich dieselbe Frage gestellt wie jeder andere Betriebsinhaber: Woher soll die nächste Kundenanfrage eigentlich kommen? Thumbtack und Angi (früher Angie's List) verkaufen Ihnen heute gerne Leads. Ihre eigene Website braucht länger, um in Fahrt zu kommen, arbeitet dafür aber weiter für Sie, lange nachdem Sie aufgehört haben zu zahlen. Keine dieser Optionen ist Betrug. Keine davon ist Magie. Sie passen einfach zu unterschiedlichen Situationen, und die falsche Wahl kann Sie unbemerkt jährlich Tausende Euro kosten.

Das hier ist ein fairer Vergleich, keine Abrechnung. Jede Option hat ihre Berechtigung. So finden Sie heraus, welche in Ihren Betrieb gehört.

Die Kriterien, auf die es wirklich ankommt

Bevor Sie Plattformen vergleichen, sollten Sie sich klar machen, was Sie eigentlich kaufen. Für einen kleinen Dienstleistungsbetrieb entscheiden fünf Punkte darüber, ob sich eine Leadquelle lohnt:

Behalten Sie das beim Lesen im Hinterkopf. Die richtige Antwort hängt davon ab, was Ihnen aktuell am wichtigsten ist.

Thumbtack

Thumbtack ist ein Marktplatz, auf dem Kunden einen Auftrag beschreiben und Anbieter dafür bezahlen, ein Angebot abzugeben. Sie zahlen pro Lead (nicht pro beauftragtem Auftrag), und die Preise variieren je nach Kategorie und Region.

Angi (früher Angie's List)

Angi funktioniert nach einem ähnlichen Pay-per-Lead-Modell, ergänzt durch einen kostenpflichtigen Eintrag im Firmenverzeichnis. Es gibt Angi länger als Thumbtack, und der Schwerpunkt liegt eher auf größeren Aufträgen rund ums Haus.

Ihre eigene Website

Ihre eigene Website ist die langfristige Strategie. Statt pro Lead zu zahlen, bauen Sie sich ein kleines Stück digitales Eigentum auf, das bei Google-Suchen wie "Klempner in der Nähe" oder "Notdienst Klimaanlage [Ihre Stadt]" auftaucht, Bewertungen sammelt und Kunden ermöglicht, Sie direkt zu kontaktieren.

Was sollten Sie wählen?

Ehrlich gesagt nutzen die meisten erfolgreichen lokalen Dienstleister mehrere dieser Optionen. Wenn Sie sich aber auf eine Hauptstrategie festlegen müssen, hier die faire Antwort:

Die stärkste Kombination für die meisten Inhaber: Thumbtack oder Angi als kurzfristigen Treibstoff nutzen, während Ihre eigene Website bei Google warmläuft, und die bezahlten Leads dann schrittweise zurückfahren, sobald die direkten Anrufe zunehmen. So sind Sie nie vollständig abhängig von einer Plattform, die jederzeit die Regeln ändern kann.

Das ehrliche Fazit

Thumbtack und Angi sind nicht schlecht. Sie sind nützliche Werkzeuge für einen bestimmten Zweck: schnell Leads bekommen, wenn Sie sonst nichts haben. Aber für immer pro Lead zu zahlen, ist ein Hamsterrad, und jeder Euro, den Sie dort ausgeben, baut deren Geschäft auf, nicht Ihres. Ihre eigene Website ist der umgekehrte Handel: langsamer Start, aber der Wert wächst Monat für Monat, und die Kundenbeziehung bleibt bei Ihnen. Welche Mischung Sie auch wählen, beurteilen Sie sie nach den Kosten pro beauftragtem Auftrag, nicht nach Kosten pro Klick oder Kosten pro Lead. Diese Zahl sagt Ihnen die Wahrheit.

Ähnliche Artikel